Armut macht krank. Der Druck wieder eine Arbeit finden zu müssen, das Gefühl ausgegrenzt zu sein, die ungesunde Ernährung – daran ändert auch unser gut ausgebautes Gesundheitswesen nichts. Die Lebenserwartung dieser Menschen ist um mehrere Jahre kürzer. Hier helfen keine Pillen, sondern nur bessere Zukunftsaussichten, Bildung und soziale Netzwerke, in denen sich die Menschen getragen fühlen. Wir brauchen eine Gesundheitsvorsorge, die die Menschen wirklich erreicht. Es genügt nicht, wie ein neues EU-Programm vorsieht, einmal pro Woche Äpfel in der Schule zu verteilen. Weiterlesen »

Warum um Himmels willen hat die überschuldete Frau K. diese Verträge unterschrieben? Wie blind muss Herr M. gewesen sein, einen solchen Handytarif gewählt zu haben? Was wie unsinniges Konsumverhalten aussieht, erklärt Ökonom und Nobelpreisträger Milton Friedman vereinfacht so: Wenn der Verbraucher wenig über Markt oder Produkt weiß, macht er häufiger ein schlechtes Geschäft. Hätten sich Herr M. und Frau K. also einfach besser informieren müssen? Weiterlesen »

Wir haben Wochenende, es ist Freitagnacht, der Wind pfeift ums Haus und ich kann nicht schlafen. Die Woche war extrem anstrengend und bei mir rattern die Gedanken durch den Kopf. Sie machen Angst, möchte euch so viel erzählen. Möchte erzählen, wie es bei mir aussieht. Wo fange ich an? Vielleicht bei der Frage, weshalb ich mich habe filmen lassen. Weiterlesen »

Neulich nachts im NDR. Politik mit Satire. Ich könnt mich wegschmeißen, wenn’s nur nicht so traurig wäre. Bei Einführung der Kopfpauschale wird ein reicher Manager genau so viel bezahlen wie seine Putzfrau. Was wird dann wohl von meiner Rente abgezogen? Geschenkt werde ich meine Zuzahlung nicht bekommen. Ich könnte ja aufhören zu essen. Weiterlesen »

Blauhelme sichern die Ausgabe von Lebensmitteln in Haiti (c) Caritas internationalDo no harm. Richte keinen Schaden an! Das ist eine der wichtigsten Regeln der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Ein Grundsatz, den wir uns täglich vergegenwärtigen, seit auf Haiti die Erde bebte und unsere Mitarbeitenden dort helfen. Richte keinen Schaden an! Ich gebe zu, das klingt seltsam, wenn man die Fernsehbilder eines weitgehend zerstörten, von Armut geprägten Landes vor Augen hat. Ist da nicht jede Hilfsaktion besser als nichts zu tun? Die Antwort lautet: Nein. Weiterlesen »

Sigrid H.

Mein Leben am Rand der Gesellschaft

Geschrieben von Sigrid H. am 16. Februar 2010
Tags: , , | 1 Kommentar


Hallo an alle, die dieses Video anschauen. Ich habe es drehen lassen, um Menschen zu zeigen, wie es ist, mit einer Behinderung zu leben. Ich bin Schmerzpatientin und zu 90 Prozent behindert. Außerdem habe ich viele Schwierigkeiten in meinem Leben zu meistern, und meine finanzielle Situation lässt zu wünschen übrig. Reparaturen und Renovierungen kann ich nicht mehr selber erledigen, meine Kinder müssen auf vieles verzichten. Gleichzeitig helfen sie mir mehr, als sie müssten. Weiterlesen »