Armut in Deutschland
Wer ist armutsgefährdet? Laut Definition sind das Menschen, die weniger Einkünfte haben als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung. 2007 waren das für eine alleinstehende Person 913 Euro. Damals waren 15 Prozent aller Menschen in Deutschland armutsgefährdet, darunter mehr als zwei Millionen Kinder. Außerdem gibt es in Deutschland mehr als drei Millionen überschuldete Haushalte. Laut Creditreform leben darin mindestens 4,5 Millionen Menschen.
Wen trifft Armut?
Ein besonderes Risiko haben Arbeitslose. Von ihnen sind nach dem aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung etwa 43 Prozent arm. Bei Alleinerziehenden sind es 36 und bei Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss 23 Prozent.
Geht Armut vorüber?
In der Armutsstatistik tauchen auch Studierende oder Personen auf, die gerade ihren Arbeitsplatz wechseln. Allerdings ist ihre Perspektive wesentlich besser als die vieler Menschen, die dauerhaft unterhalb der Armutsrisikogrenze leben.
Angst vor dem Abstieg?
Auch wenn die meisten nicht direkt von Armut betroffen sind: Viele Deutsche fürchten den sozialen Abstieg. Dies zeigt eine Untersuchung des Heidelberger Instituts Sinus Sociovision aus dem Jahr 2008. Dr. Carsten Wippermann erläutert in einem Interview, weshalb das so ist:
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