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	<title>Kommentare zu: Armut ins Licht rücken, anschauen und bekämpfen</title>
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	<description>Zero Poverty - Gemeinsam gegen Armut - Caritas-Kampagne zum europäischen Jahr gegen Armut</description>
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		<title>Von: Klaus Kerle</title>
		<link>http://blog.zeropoverty.de/armut-ins-licht-ruecken-anschauen-und-bekaempfen/797/comment-page-1/#comment-766</link>
		<dc:creator>Klaus Kerle</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 12:03:00 +0000</pubDate>
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		<description>Die so genannten Reichen in unserer Gesellschaft machen sich Gedanken, wie die Armut bekämpft werden kann. Es wird über Verantwortung der Politiker diskutiert, über Möglichkeiten von Spenden und das persönliche Engagieren in Hilfsorganisationen. All diese  Dinge sind zwar möglich, aber keiner gibt im persönlichen Umgang mit Anderen etwas von seiner eigenen Stärke ab. In unserer Gesellschaft ist das Nachtreten der am Boden liegenden Menschen üblich. Selbst Hilfsangebote und Engagement sind für uns selbst gemacht und nicht für den Anderen. Wir wollen uns gut und stark fühlen. Da gibt es den Ausspruch: Man müsste das arme Afrika erfinden, wenn es dies nicht gäbe, weil es den reichen Ländern das Gefühl von Stärke durch ihr Engagement gibt. 
Wir leben alle auf diesem Planeten mit unseren fremdbestimmten und eigenen Zwängen.
Um zu Überleben müssen wir stark sein. Dazu gehört in erster Linie die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Dies sollten wir schon als Kinder lernen. Es ist wichtig für uns, zu wissen, dass wir über unser Leben selbst bestimmen müssen. Viele negative Erfahrungen aus der Vergangenheit machen Angst, diese Eigenverantwortung zu übernehmen. Viele sind und waren im Vergleich zu Anderen immer im Nachteil und wurden von Ihnen schlecht behandelt. Wieso soll sich das in Zukunft ändern. Jetzt sind sie in der Hackordnung ganz unten und abhängig von der Hilfe der Starken. Der Wille zur Selbstverantwortung wurde durch permanente Einschüchterung und Demonstration der Stärke gebrochen. Der Benachteiligte glaubt nicht mehr daran, sein Leben selbst zu bewältigen. Die ganzen sozialen Aktionen und Einrichtungen sind deshalb zweischneidig. Wichtiger als fremdbestimmte Hilfen ist deshalb alles, was das Selbstvertrauen fördert. Die Gesellschaft will eine Dankbarkeitshaltung der Harz 4 – Empfänger. Sie sollen in Demutshaltung den Kopf senken. Es steckt eine ungeheure Arroganz in den Aussagen der Wohlhabenden, die durch Geburt und Erziehung immer im Vorteil waren. Sie behaupten: Ich tue etwas für unseren Wohlstand. Ich habe es selbst erarbeitet. Ich habe Anspruch auf Ansehen. Die Armen sind selbst schuld. Die sollen dankbar sein, wenn ich ihnen etwas abgebe.
Beim Schreiben dieses Textes, sah ich mich in der Rolle des Starken und Schwachen.
Und ich denke, dass dies alle so sehen sollten. Wir kommen schneller in die Rolle des Schwachen, als wir denken. Eigenverantwortung  mit einem gesunden Selbstvertrauen sollte das Ziel sein, sowie Verständnis und Fairness ohne Andere zu bevormunden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die so genannten Reichen in unserer Gesellschaft machen sich Gedanken, wie die Armut bekämpft werden kann. Es wird über Verantwortung der Politiker diskutiert, über Möglichkeiten von Spenden und das persönliche Engagieren in Hilfsorganisationen. All diese  Dinge sind zwar möglich, aber keiner gibt im persönlichen Umgang mit Anderen etwas von seiner eigenen Stärke ab. In unserer Gesellschaft ist das Nachtreten der am Boden liegenden Menschen üblich. Selbst Hilfsangebote und Engagement sind für uns selbst gemacht und nicht für den Anderen. Wir wollen uns gut und stark fühlen. Da gibt es den Ausspruch: Man müsste das arme Afrika erfinden, wenn es dies nicht gäbe, weil es den reichen Ländern das Gefühl von Stärke durch ihr Engagement gibt.<br />
Wir leben alle auf diesem Planeten mit unseren fremdbestimmten und eigenen Zwängen.<br />
Um zu Überleben müssen wir stark sein. Dazu gehört in erster Linie die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Dies sollten wir schon als Kinder lernen. Es ist wichtig für uns, zu wissen, dass wir über unser Leben selbst bestimmen müssen. Viele negative Erfahrungen aus der Vergangenheit machen Angst, diese Eigenverantwortung zu übernehmen. Viele sind und waren im Vergleich zu Anderen immer im Nachteil und wurden von Ihnen schlecht behandelt. Wieso soll sich das in Zukunft ändern. Jetzt sind sie in der Hackordnung ganz unten und abhängig von der Hilfe der Starken. Der Wille zur Selbstverantwortung wurde durch permanente Einschüchterung und Demonstration der Stärke gebrochen. Der Benachteiligte glaubt nicht mehr daran, sein Leben selbst zu bewältigen. Die ganzen sozialen Aktionen und Einrichtungen sind deshalb zweischneidig. Wichtiger als fremdbestimmte Hilfen ist deshalb alles, was das Selbstvertrauen fördert. Die Gesellschaft will eine Dankbarkeitshaltung der Harz 4 – Empfänger. Sie sollen in Demutshaltung den Kopf senken. Es steckt eine ungeheure Arroganz in den Aussagen der Wohlhabenden, die durch Geburt und Erziehung immer im Vorteil waren. Sie behaupten: Ich tue etwas für unseren Wohlstand. Ich habe es selbst erarbeitet. Ich habe Anspruch auf Ansehen. Die Armen sind selbst schuld. Die sollen dankbar sein, wenn ich ihnen etwas abgebe.<br />
Beim Schreiben dieses Textes, sah ich mich in der Rolle des Starken und Schwachen.<br />
Und ich denke, dass dies alle so sehen sollten. Wir kommen schneller in die Rolle des Schwachen, als wir denken. Eigenverantwortung  mit einem gesunden Selbstvertrauen sollte das Ziel sein, sowie Verständnis und Fairness ohne Andere zu bevormunden.</p>
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