Heinz-Josef Kessmann
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Autorenarchiv : Heinz-Josef Kessmann



… und jetzt die Haushaltsdebatte des Bundestags. “Es wird nur dort gespart, wo nach reiflicher Überlegung das eingesetzte Geld kaum Wirkung gezeigt hat”, so Arbeitsministerin Ursula von der Leyen letzte Woche in ihrem Debattenbeitrag zu den Haushaltspositionen ihres Ministeriums. Da sind die Betroffenen sicher anderer Meinung. Vielleicht wollte die Ministerin aber auch nur sagen: “Wir kürzen nur dort, wo der Widerstand der Betroffenen kaum Wirkung zeigen kann”. (weiterlesen…)

Heinz-Josef Kessmann

Nicht an die Ungerechtigkeit gewöhnen

Geschrieben von Heinz-Josef Kessmann am 29. Juni 2010
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Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Obwohl die Arbeitslosenquote sinkt, werden es immer mehr Langzeitarbeitslose und damit Arbeitslosengeld II-Bezieher – zum Beispiel in den Regionen des Bistums Münster. Die Sparbeschlüsse der Bundesregierung helfen niemand tatsächlich aus der Armut herauszukommen. Im Gegenteil: Leistungen der Agenturen zur Integration in den Arbeitsmarkt werden zu Ermessensleistungen. Stattdessen kündigt die Bundesregierung lieber eine neue Instrumentenreform in der Arbeitsmarktpolitik an – ohne zu wissen, was die letzte Reform wirklich gebracht hat. (weiterlesen…)

Auf dem Weg zurück von der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft “Integration durch Arbeit” (BAG IDA) gehen mir ein paar Diskussionen nicht aus dem Kopf. Auf der einen Seite: Arbeitslosigkeit ist und bleibt der häufigste Auslöser von Armut. Und auf der anderen Seite: Trotz aller positiven Signale am Arbeitsmarkt, trotz Frühjahrsbelebung und leichten Konjunkturhoffnungen – es gelingt nicht, die Langzeitarbeitslosigkeit abzubauen. Im Gegenteil: In Nordrhein-Westfalen hat die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen sogar weiter zugenommen. (weiterlesen…)

Kinder aus armen Familien bekommen 50 Prozent weniger Material für ihre KreativitätEin wirklich herausforderndes Papier, das wir da in den letzten Tagen beraten haben: “Empfehlungen zur Förderung der Bildung von Kindern zwischen null und zehn Jahren in Tageseinrichtungen und Schulen in Nordrhein-Westfalen.” Nicht nur der Titel ist lang. Auf über 80 Seiten finden wir alles. Was jedoch fehlt, sind konkrete Aussagen darüber, was Tageseinrichtungen und Schulen tun sollen (oder wollen), um Kinder aus armen Familien zu fördern. (weiterlesen…)