Dr. Hans-Jürgen Marcus
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Autorenarchiv : Dr. Hans-Jürgen Marcus



Arbeiter mit Leiter (c) KNAWas machen wir eigentlich in Deutschland künftig mit Menschen, die langzeitarbeitslos sind, mehrere Vermittlungshemmnisse haben und nicht auf eine baldige Integration in den Arbeitsmarkt hoffen können? Der Realist sagt: „Wenig“, der Skeptiker sagt: „Gar nichts“, und der Zyniker sagt: „Schon abgeschrieben!“ Der Blick auf die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Bereich der arbeitsmarktpolitischen Instrumente wie Ein-Euro-Jobs oder JobPerspektive lässt hier kaum Zweifel zu. (weiterlesen…)

Mann und Frau stehen hinterinander (c) KNABis in die großen Talkshows im Fernsehen hinein gibt es immer wieder Einzelne, die Menschen in Armut als „sozial schwach“ bezeichnen. Wer genauer hinsieht, wird feststellen, dass es wahrscheinlich andere sind, die sich dieses Zertifikat verdient haben. Denken wir beispielsweise an Tausende Steuersünder, die sich, aus Angst, auf einer CD zu stehen, selbst angezeigt haben. Und ich frage mich, ob „sozial schwach“ nicht auch ein Zertifikat für die Politik der Bundesregierung ist. (weiterlesen…)

Die Caritas kann sich in diesen Tagen über neue Bündnispartner freuen. Das Sparpaket der Bundesregierung wird nicht nur von Wohlfahrtsverbänden, von Kirchen und Oppositionsparteien als sozial unausgeglichen und ungerecht kritisiert. Die Schieflage in unserem Land soll noch größer werden. Die Schere zwischen Arm und Reich wird weiter geöffnet. Es kommt, wie viele es befürchtet haben: Die Armen sollen die Zeche für die Finanzkrise zahlen und sie haben sie wirklich nicht verursacht. (weiterlesen…)

Vor mehr als 40 Jahren gab es eine Zeit innerkirchlicher Reformen. Das 2. Vatikanische Konzil, die Würzburger Synode und die Theologie der Befreiung mit ihrer Option für die Armen setzten neue Akzente. Das ist lange her, wenngleich der gesellschaftliche Bedarf für eine Kirche mit dem Gesicht zur Welt nicht kleiner geworden ist. Die wachsende Armut, die Situation von Flüchtlingen, die nicht vorhandenen Chancen von Kindern aus bildungsfernen Schichten, die Sozialstaatsdebatten á la Westerwelle  – um nur einige Themen zu nennen. Meine Sorge: Die Fixierung der Kirche auf Selbsterhalt und Selbstbeschäftigung ist größer geworden. Wir brauchen dringend eine Neujustierung unserer kirchlichen Blickwinkel. (weiterlesen…)

Die Krippe im Stall von Bethlehem war ein Ort für die Armen. Die bequemeren Plätze waren alle ausgebucht. 2010 Jahre später sind Krippenplätze begehrte Orte einer privilegierten Gruppe. Für viele arme Kinder sind sie heute unerreichbar. Daran wird wohl auch die Schaffung neuer Krippenplätze kaum was ändern. (weiterlesen…)