Barbara Widmann
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Autorenarchiv : Barbara Widmann



Es gibt immer mehr Menschen, die von Armut betroffen sind. Oft reicht das Geld gerade zum Überleben: „Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig“, sagen einige Besucher des ökumenischen Mittagstisches im Mannheimer Stadtteil Schönau. Arbeitslosigkeit und die harte Wirtschaftslage lassen die wenigsten aus dieser Lage entkommen. Sicher trägt jeder ein gewisses Maß an Eigenverantwortung für sich und seine Situation. Bei der wachsenden Zahl von Menschen, die so leben müssen drängt sich aber die Frage auf: Gibt es strukturelle und sozialpolitische Gegebenheiten, die diese Entwicklung fördern? (weiterlesen…)

Schulranzen (c) fotolia, Nerlich ImagesIm Mannheimer Stadtteil Schönau leben viele Menschen von staatlicher Unterstützung. Für sie zählt jeder Cent – vor allem, wenn sie ihn sparen können. Deshalb nutzen viele das Angebot unserer Kleiderkammer. Hier bekommen sie neue Hosen, Pullover oder T-Shirts, manchmal auch Schulsachen für die Erstklässler. Doch diese Hilfe haben wir zurückgefahren. Aus gutem Grund.   (weiterlesen…)

Barbara Widmann

Wie der Kindertreff die Integration fördert

Geschrieben von Barbara Widmann am 25. März 2010
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Die achtjährige Tüley tut sich schwer mit den Hausaufgaben. Kein Wunder, in ihrer Familie wird nur Türkisch gesprochen. Vater und Mutter, aber auch ihre Geschwister sprechen kaum ein deutsches Wort. Jetzt ist das Mädchen in der ersten Klasse und stößt dort nicht nur in den Fächern auf neue und schwierige Inhalte. Die Sprachbarriere ist einer guten schulischen Zukunft im Weg. Doch ich bin überzeugt, dass sie die überspringen kann – wenn Integration gelingt. (weiterlesen…)

Am Monatsende reicht das Geld bei armen Familien nicht für ein gesundes EssenIm sozialen Brennpunkt von Mannheim erlebe ich ein breites Spektrum von Armut. Vielen Familien fehlt jede Perspektive, da die Eltern überfordert sind. So auch Frau S. Sie ist alleinerziehend und lebt mit zwei von vier Kindern zusammen. Die beiden älteren Kinder wurden im Heim untergebracht aufgrund der Überforderung der Mutter. Sie schafft es nicht, ihre Wäsche regelmäßig zu waschen. Die Wäsche wird in der Badewanne gesammelt und vergessen. Irgendwann wird die stinkende und schimmelnde Wäsche dann entsorgt und in der Kleiderkammer Nachschub geholt – bis die Badewanne wieder voll ist. (weiterlesen…)