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Alle Artikel aus der Kategorie ‘Armut vorbeugen’



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Armut als Lebensziel

Geschrieben von Dr. Ulrike Kostka am 19. Juli 2010
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Neulich bei einer Grillparty im Schwarzwald. Freunde hatten eingeladen. Obwohl rund um die Hütte nichts los war, haben sich alle vergnügt. Die Kinder spielten im Wald, die Erwachsenen genossen das Handy-Funkloch. Alle waren auf den Moment und das Miteinander konzentriert. Am Grill wurde philosophiert: Was ist eigentlich das Wesentliche? Ist unser Leben nicht zu vollgestopft? Einige Partygäste gaben die Antwort auf ihre Weise. Sie hielten es nicht aus, nicht erreichbar zu sein und suchten einen Berg, wo die Handys wieder funktionierten. (weiterlesen…)

Arbeitsloser Mann vor dem Brandenburger Tor bei der Armutsaktion der Caritas in Berlin (c) DCV/JacobDas Sparpaket der Bundesregierung ist der jüngste Kraftakt einer Koalition, deren Handlungsfähigkeit aufgrund nicht gelöster Konflikte leidet. Mehr als ein halbes Jahr und eine verlorene Landtagswahl waren nötig, um das völlig unrealistische Wahlversprechen der FDP zu entsorgen, in Zeiten extremer Belastungen Steuern zu senken. Mit diesem Versprechen hatte sich die Regierung den Weg verbaut, eine Konsolidierungspolitik zu entwickeln, die die Bürger als sozial ausgewogen empfinden können. Dabei hätten viele der gut verdienenden und vermögenden Bürger vermutlich sogar akzeptiert einen Beitrag zur Konsolidierung zu leisten. (weiterlesen…)

„Ich werde sowieso Hartz IV.“ Wenn bereits Grundschüler diese Perspektive für ihr Leben äußern, sollten unsere Alarmglocken läuten. Die Bildungschancen für Kinder aus armen Familien sind schlecht. Diese Erkenntnis ist ebenso wenig neu wie die Lösungen für dieses Problem. Den Worten müssen endlich Taten folgen. (weiterlesen…)

Warum um Himmels willen hat die überschuldete Frau K. diese Verträge unterschrieben? Wie blind muss Herr M. gewesen sein, einen solchen Handytarif gewählt zu haben? Was wie unsinniges Konsumverhalten aussieht, erklärt Ökonom und Nobelpreisträger Milton Friedman vereinfacht so: Wenn der Verbraucher wenig über Markt oder Produkt weiß, macht er häufiger ein schlechtes Geschäft. Hätten sich Herr M. und Frau K. also einfach besser informieren müssen? (weiterlesen…)

Arme Kinder brauchen kostenlosen MusikunterrichtHartz IV erregt die Gemüter – und das nun schon seit fünf Jahren. Schaut man auf die nackten Zahlen, tritt Ernüchterung ein: Trotz aller Anstrengungen und besserer Vermittlung von Langzeitarbeitslosen beziehen 6,7 Millionen Menschen dieses Arbeitslosengeld II. Drei Millionen davon dauernd und ohne jede Unterbrechung. Ich mache mir Sorgen um diese Menschen, denn sie müssen sich tatsächlich ausgeschlossen fühlen. Ohne Arbeit zu sein, heißt in unserer Gesellschaft eben oft, nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Doch mit der belastenden Situation müssen nicht nur die Erwachsenen fertig werden, betroffen sind auch viele Kinder. (weiterlesen…)

Kinder aus armen Familien bekommen 50 Prozent weniger Material für ihre KreativitätEin wirklich herausforderndes Papier, das wir da in den letzten Tagen beraten haben: “Empfehlungen zur Förderung der Bildung von Kindern zwischen null und zehn Jahren in Tageseinrichtungen und Schulen in Nordrhein-Westfalen.” Nicht nur der Titel ist lang. Auf über 80 Seiten finden wir alles. Was jedoch fehlt, sind konkrete Aussagen darüber, was Tageseinrichtungen und Schulen tun sollen (oder wollen), um Kinder aus armen Familien zu fördern. (weiterlesen…)