Hallo an alle da draußen. Die letzten Wochen waren für mich in vielerlei Hinsicht sehr anstrengend. Sämtliche Krankheiten sind wir durchgegangen. Dominik ist total geschwächt und wir träumen von einem Urlaub, den wir uns nie leisten können. Meine Küche hat den Geist aufgegeben, mein Backofen war ja schon seit Monaten kaputt, Kaltwasser habe ich in der Küche schon seit vier Jahren nicht mehr. Durch meinen Rollstuhl und mein mich hochziehen sind die Schränke auch nicht besser geworden. Also musste ich mir wohl und übel etwas einfallen lassen.
Selbst Schnäppchen sind kaum zu finanzieren
Normalerweise schaue ich mir keine Flohmarktanzeigen an, denn ich habe selbst dafür kein Geld. Vorletzte Woche ging mir eine normale Anzeige nicht aus dem Kopf und ich rief dort an. Ein super Schnäppchen, eine Küchenzeile mit Herd, Kühlschrank und Spülmaschine für 150 Euro und einen kleinen Gefrierschrank für 30 Euro. Und das Beste: sie wurde mir gebracht, weil derjenige in der gleichen Straße wohnt, wie wir. Ich habe das Geld nicht über und so müssen wir uns sehr stark einschränken.
Die neue Küche ist behindertengerechter
Das Gute daran ist, dass die Küche ein wenig behindertengerechter ist. Niemand muss mehr in den Keller, wo bisher unsere uralte Gefriertruhe stand. Hat ein wenig gedauert bis die Küche stand, aber meine Kinder haben es mit den Anweisungen und der Hilfe meines Vaters (ist selber sehr krank und eingeschränkt) gemeistert. Die Küche steht und ich bin glücklich. Zusätzlich habe ich das Problem mit meiner Brille gelöst. Eine liebe Klassenkameradin und ihr Mann haben mir so toll dabei geholfen. Ich danke euch so sehr dafür.
Alles dreht sich ums Geld
Manchmal liegen Glück und Pech so nah beieinander. Weiß zwar noch nicht, wie ich diesen Monat über die Runden komme, aber vielleicht kommt ja noch ein weiteres Wunder. Moritz ist diese Woche auf Klassenfahrt nach London. Das war schon ein Meisterwerk von uns, diese Gelder zusammen zu bekommen, denn ich bekomme keine Zuschüsse (bin ja nur Frührentnerin). Er war so fleißig in den letzten Monaten und hat es sich verdient und es wird seine letzte Klassenfahrt sein. Alles dreht sich nur ums Geld, was würde es uns besser gehen, wenn dieses Problem nicht mehr da wäre. Aber so geht es vielen Familien und alleinerziehenden Müttern und erst recht, wenn diese auch noch behindert sind.








