Es gibt immer mehr Menschen, die von Armut betroffen sind. Oft reicht das Geld gerade zum Überleben: „Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig“, sagen einige Besucher des ökumenischen Mittagstisches im Mannheimer Stadtteil Schönau. Arbeitslosigkeit und die harte Wirtschaftslage lassen die wenigsten aus dieser Lage entkommen. Sicher trägt jeder ein gewisses Maß an Eigenverantwortung für sich und seine Situation. Bei der wachsenden Zahl von Menschen, die so leben müssen drängt sich aber die Frage auf: Gibt es strukturelle und sozialpolitische Gegebenheiten, die diese Entwicklung fördern?
Der Stadtteil im Mannheimer Norden ist geprägt durch viele Arbeitslose und Migranten – in bestimmten Straßenzügen ist er das, was man einen sozialen Brennpunkt nennt. Um diesen Menschen zu helfen und sie zu entlasten, gibt es den ökumenischen Mittagstisch. Dort bekommt jeder gegen Spende eines Euros eine vollwertige Mahlzeit. Wir weisen aber niemand ab, auch wenn er kein Geld hat.
Der Mittagstisch als ökumenisches Gemeinschaftsprojekt
Den Mittagstisch gibt es seit fünf Jahren als ökumenisches Gemeinschaftsprojekt. Die Caritas-Einrichtung Kind & Kegel hat ihn ins Leben gerufen und kooperiert mit der evangelischen und katholischen Gemeinde sowie dem Mietertreff des Quartierbüros. Die Mahlzeiten kommen aus der Lehrküche des Vereins „Arbeit für alle“, der Jugendlichen bei der Berufsausbildung hilft und ihnen Lehrstellen vermittelt. Die gute Qualität der frisch zubereiteten Speisen und der persönliche Atmosphäre machen den Erfolg des Mittagstisches aus.
Warum gibt es bei uns Armut und Ausgrenzung?
Es ist unsere Aufgabe, den Menschen am Rande der Gesellschaft und am Rande Mannheims das Nötigste zu geben: eine leckere, nahrhafte Mahlzeit, die den Geldbeutel entlastet, persönliche Kontakte ermöglicht und Gemeinschaft erlebbar macht. Der Mittagstisch bietet Hilfe zur Selbsthilfe und manchmal auch Lebensberatung in allen Bereichen. Gleichzeitig müssen wir uns fragen, warum Menschen in Deutschland überhaupt so leben müssen, dass sie von einem (fast) kostenlosen Mittagessen abhängig sind? Warum Menschen in einem Stadtteil so isoliert voneinander leben?









… warum reden wir nicht intensiv über das bedingungslose Grundeinkommen, mindestens dort, wo wir sowieso bereits über 50% Staatsquote haben, wo die Verwaltung der Arbeit, bereits eine Großteil des durch Arbeit verdienten Geldes verbraucht. So zu tun als wäre Arbeit die Erfindung des Perpetuum-Mobiles, halte ich als eine Ursache für Armut.