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	<title>Kommentare zu: „Ich will raus aus der Armut &#8230;“</title>
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	<description>Zero Poverty - Gemeinsam gegen Armut - Caritas-Kampagne zum europäischen Jahr gegen Armut</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Jun 2011 10:13:09 +0200</lastBuildDate>
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		<title>Von: Barbara Fank-Landkammer</title>
		<link>http://blog.zeropoverty.de/ich-will-raus-aus-der-armut-statement-neher/639/comment-page-1/#comment-361</link>
		<dc:creator>Barbara Fank-Landkammer</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 10:28:26 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Peter, 
es ist schwierig, Ihre Meinung nachzuvollziehen. Aus der täglichen Arbeit der Caritasverbände ist uns nicht bekannt, dass häufig das eigene Auto mit zur Arbeitsstelle mitzubringen sei. In der Regel haben die aufsuchenden Dienste (Sozialstationen, Menü-Bringdienst, Begleitung von Menschen mit Behinderung usw.) einen Dienstwagen. Möglicherweise kennen Sie Familienpfleger(innen), die in wechselnden Haushalten arbeiten und zu diesen Arbeitsstellen mit dem eigenen Auto anfahren. Das sind aber nach unserer Erfahrung eher Ausnahmen. 
Häufig wird ein Führerschein gebraucht, aber das eigene Auto? Geht es Ihnen um eine konkrete Arbeitsstelle? Vielleicht können Sie diese noch näher beschreiben? 
Herzliche Grüße
Barbara Fank-Landkammer, Deutscher Caritasverband</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Peter,<br />
es ist schwierig, Ihre Meinung nachzuvollziehen. Aus der täglichen Arbeit der Caritasverbände ist uns nicht bekannt, dass häufig das eigene Auto mit zur Arbeitsstelle mitzubringen sei. In der Regel haben die aufsuchenden Dienste (Sozialstationen, Menü-Bringdienst, Begleitung von Menschen mit Behinderung usw.) einen Dienstwagen. Möglicherweise kennen Sie Familienpfleger(innen), die in wechselnden Haushalten arbeiten und zu diesen Arbeitsstellen mit dem eigenen Auto anfahren. Das sind aber nach unserer Erfahrung eher Ausnahmen.<br />
Häufig wird ein Führerschein gebraucht, aber das eigene Auto? Geht es Ihnen um eine konkrete Arbeitsstelle? Vielleicht können Sie diese noch näher beschreiben?<br />
Herzliche Grüße<br />
Barbara Fank-Landkammer, Deutscher Caritasverband</p>
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	<item>
		<title>Von: peter</title>
		<link>http://blog.zeropoverty.de/ich-will-raus-aus-der-armut-statement-neher/639/comment-page-1/#comment-348</link>
		<dc:creator>peter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 09:32:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeropoverty.de/?p=639#comment-348</guid>
		<description>Die großen Sozialverbände sollten sich an die eigene Nase packen.
Sie haben mindestens fünf bis sechsstellige Summen auf dem Konto, verschicken Riesenspenden ins Ausland (sehr löblich), übersehen aber gerne die Probleme im eigenen Land.

Bei Stellenausschreibungen der Caritas, der Diakonie und auch des Paritätischen wird immer wieder dreist gefordert, &quot;den eigenen PKW&quot; einzusetzen. Dass viele hochmotivierte und gut ausgebildete Arbeitssuchende überhaupt keinen PKW besitzen, kommt den Verantwortlichen nicht in den Sinn.
Da heißt es dann trocken: &quot;Sie brauchen aber ein Auto, um die Arbeit machen zu können&quot;.
Selbst bei befristeten Stellen und Teilzeitstellen werden nicht selten diese realitätsfremden überhöhten Forderungen an den Bewerber gestellt. Schließlich gibt es ja noch hunderte und tausende, die schon oder noch ein Auto haben und die man dann einstellt.
Da gibt es dann 30ct für jeden gefahrenen km. Mehr muss laut Gesetz nicht gezahlt werden. Auf den Versicherungskosten, den Steuern, den Anschaffungs- und Reparaturkosten bleibt der Arbeitnehmer sitzen. Er fährt auf eigenes Risiko, im Unfallfalle geht es komplett auf seine Kappe. Die 30 ct, die gezahlt werden, reichen aber bei weitem nicht aus, um ein Auto zu unterhalten. Hier geht der ADAC und Autobild bei einem Kleinwagen von Kosten zwischen 400 und 500 EUR im Monat aus (kaufmännisch gerechnet).
Das heißt, der Arbeitnehmer, der sein Auto beruflich einsetzt, zahlt in jedem Falle drauf.
Von einem netto-Verdienst von vielleicht 1400 EUR muss er mehr als ein Drittel für das Auto abknapsen, ein weiteres Drittel für Wohn- und Lebenskosten. Und von dem verbleibenden Rest muss er sich ernähren und Altersvorsorge betreiben.
Da ist Armut durch Arbeit vorprogramiert.
Wer als Arbeitsloser gar nicht erst ein Auto bieten kann, wird von vorne herein aussortiert.
Wer noch eins hat, wird so lange, wie das Auto fährt und nicht auseinander fällt, für die o. g. Konditionen eingestellt.
Die ersten Stellenangebote, in denen Haus mit Garten gefordert wird, sind schon gesichtet worden.

Wohin, Caritas und Co.? Glauben Sie selber noch, was sie schreiben und fordern?

Peter</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die großen Sozialverbände sollten sich an die eigene Nase packen.<br />
Sie haben mindestens fünf bis sechsstellige Summen auf dem Konto, verschicken Riesenspenden ins Ausland (sehr löblich), übersehen aber gerne die Probleme im eigenen Land.</p>
<p>Bei Stellenausschreibungen der Caritas, der Diakonie und auch des Paritätischen wird immer wieder dreist gefordert, &#8220;den eigenen PKW&#8221; einzusetzen. Dass viele hochmotivierte und gut ausgebildete Arbeitssuchende überhaupt keinen PKW besitzen, kommt den Verantwortlichen nicht in den Sinn.<br />
Da heißt es dann trocken: &#8220;Sie brauchen aber ein Auto, um die Arbeit machen zu können&#8221;.<br />
Selbst bei befristeten Stellen und Teilzeitstellen werden nicht selten diese realitätsfremden überhöhten Forderungen an den Bewerber gestellt. Schließlich gibt es ja noch hunderte und tausende, die schon oder noch ein Auto haben und die man dann einstellt.<br />
Da gibt es dann 30ct für jeden gefahrenen km. Mehr muss laut Gesetz nicht gezahlt werden. Auf den Versicherungskosten, den Steuern, den Anschaffungs- und Reparaturkosten bleibt der Arbeitnehmer sitzen. Er fährt auf eigenes Risiko, im Unfallfalle geht es komplett auf seine Kappe. Die 30 ct, die gezahlt werden, reichen aber bei weitem nicht aus, um ein Auto zu unterhalten. Hier geht der ADAC und Autobild bei einem Kleinwagen von Kosten zwischen 400 und 500 EUR im Monat aus (kaufmännisch gerechnet).<br />
Das heißt, der Arbeitnehmer, der sein Auto beruflich einsetzt, zahlt in jedem Falle drauf.<br />
Von einem netto-Verdienst von vielleicht 1400 EUR muss er mehr als ein Drittel für das Auto abknapsen, ein weiteres Drittel für Wohn- und Lebenskosten. Und von dem verbleibenden Rest muss er sich ernähren und Altersvorsorge betreiben.<br />
Da ist Armut durch Arbeit vorprogramiert.<br />
Wer als Arbeitsloser gar nicht erst ein Auto bieten kann, wird von vorne herein aussortiert.<br />
Wer noch eins hat, wird so lange, wie das Auto fährt und nicht auseinander fällt, für die o. g. Konditionen eingestellt.<br />
Die ersten Stellenangebote, in denen Haus mit Garten gefordert wird, sind schon gesichtet worden.</p>
<p>Wohin, Caritas und Co.? Glauben Sie selber noch, was sie schreiben und fordern?</p>
<p>Peter</p>
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