Heute habe ich es vor körperlichen Schmerzen nicht ausgehalten, von einen zum anderen Tag ist der Absturz wieder da. Im Moment möchte ich schreien, doch ich weiß, es hört mich keiner. An solchen Tagen, an denen ich ans Bett gefesselt und hilflos wie ein unmündiges Kind auf Hilfe anderer angewiesen bin, sehe ich mit einer Ohnmacht, was in Berlin passiert. Wie kann die christlich-demokratisch-liberale Koalition frech behaupten, dass bei uns in Deutschland alles gerecht sei?
Meine Gedanken drehen sich und ich kann nur den Kopf schütteln. Was sind das für Spielchen dieser christlich-demokratisch-liberalen Koalition? Die Politik – und damit meine ich nicht nur die in Deutschland, sondern in ganz Europa – ist an einem Punkt, wo man sagt: Packen WIR die Probleme an und versuchen die Krise zu nutzen oder gehen wir stumpf weiter und riskieren ein Dominoeffekt mit nicht vorhersehbaren, erschreckenden Auswirkungen?
Da wird ein ungerechtes Sparpaket geschnürt, obwohl es jedem klar sein muss, das ist kein Sparen, sondern ein Kürzen auf unterstem Niveau. Der Wirtschaftsrat der CDU und der Bundesbankchef raten zu anderen und weiteren Maßnahmen, doch das wird ignoriert. Ideen zum Wirtschaftsaufschwung und zur Förderung von Arbeitsstellen kann ich immer weniger klar erkennen.
Arbeiter und Angestellte sind doppelte Verlierer der Krise
Die Koalition macht mit ihren unausgegorenen und ungerechten Sparvorhaben in den Bereichen Familien und Soziales die einfachen Arbeiter und Angestellten zu doppelten Verlierern der Krise. Und sie setzt den Rotstift bei denen an, die keine Schuld tragen und die keine starke Lobby haben. Warum sind denn die Insolvenzverfahren 2010 so kräftig angestiegen?
Nach sieben Monaten Koalition ist immer noch kein konstruktiver Zusammenhalt zu erkennen. Stattdessen teilt sich die Kluft zwischen Arm und Reich immer mehr. Wird Deutschland zu einer Steueroase für die Reichen? Und warum werden die Abgeordnetenbezüge innerhalb von sechs Monaten schon zum zweiten Mal erhöht? Wie heißt es so schön: Schlimm wird es für ein Land, wenn die Menschen nichts im Amt verändern sondern das Amt die Menschen.








