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Sigrid H.

Meine Gedanken kreisen auch im Schlaf

Geschrieben von Sigrid H. am 24. März 2010
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Hallo Welt, die letzten zwei Wochen habe ich mich erst mal wieder finden müssen. Vor etwa zwei Wochen bin ich bei meinem Arzt zusammengebrochen. Die letzten Monate waren einfach zu viel, zwei liebe Menschen sind gestorben, meine Geldprobleme hören einfach nicht auf, meine Schulden wachsen mir über den Kopf, mein Großer macht mir ernsthafte Sorgen, ich konnte einfach nicht mehr. An schlaflose Nächte habe ich mich ja schon gewöhnt, aber dass meine Gedanken selbst im Schlaf nicht aufhörten, war mehr als schrecklich.

Niemand da mit dem ich reden kann

Da ich mich immer mehr isoliere, habe ich auch keine Möglichkeit mit jemanden darüber zu reden, außerdem habe ich das Gefühl, dass jeder denkt: Nicht schon wieder. Das Schlimmste für mich ist, ich kann irgendwie meine Vergangenheit nicht vergessen. Ich bin diejenige, die sich alles versaut hat und jetzt stehe ich alleine da mit meinen Kids.

Vollgepumpt mit Medikamenten

Mein Doc hat mir Antidepressiva verschrieben. Bei der ersten Sorte ging es mir sooooo schlecht. Bei der zweiten Marke brauchte ich eine Woche, bis ich einigermaßen wieder denken konnte. Ich hasse dieses Medikament, mir wird schlecht, kann kaum etwas essen, bin nur noch müde gewesen und hatte wahnsinnige Kopfschmerzen. Heute geht es mir ein wenig besser und meine komischen Gedanken haben sich gelegt.

Hilfe von den Kindern

Meine anderen drei Kids haben mir in dieser Zeit viel geholfen und zeigten viel Verständnis, besonders Patrick stärkte mich. Er ist für drei Monate zu Hause, macht sein Praktikum und hat daher mehr Zeit, Moma hat sich für die Fachoberschule angemeldet (hat sich kurzfristig umentschieden) zusätzlich hat er sich für die einjährige Wirtschaftschule angemeldet. Ich bin unheimlich stolz, aber gleichzeitig habe ich Angst vor den Kosten, die dann auf mich zukommen.

Gemeinsam sind wir als Familie stark 

Wir haben jetzt Osterferien und ich bin ein wenig traurig, dass ich meinen Kindern nicht viel bieten kann, aber ich hoffe, dass es irgendwann alles besser wird. Außerdem ist es für mich wichtig, dass ich und die Kids zusammenhalten und wir eine Familie sind, denn gemeinsam sind wir stark.

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