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Auf dem Weg zurück von der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft “Integration durch Arbeit” (BAG IDA) gehen mir ein paar Diskussionen nicht aus dem Kopf. Auf der einen Seite: Arbeitslosigkeit ist und bleibt der häufigste Auslöser von Armut. Und auf der anderen Seite: Trotz aller positiven Signale am Arbeitsmarkt, trotz Frühjahrsbelebung und leichten Konjunkturhoffnungen – es gelingt nicht, die Langzeitarbeitslosigkeit abzubauen. Im Gegenteil: In Nordrhein-Westfalen hat die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen sogar weiter zugenommen.

Wenn wir als Caritas unsere Ziele und Grundsatzaussagen ernst nehmen, müssen wir bei dieser Personengruppe hinschauen und unsere Stimme erheben. Hier wird Menschen über einen langen Zeitraum der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt und damit gleichzeitig Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen verweigert.

Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit ist keine Nebensächlichkeit

Aber welche Lösungsmöglichkeiten haben wir denn? Die “Job-Perspektive” hat die in sie gesetzten Erwartungen auf jeden Fall nicht erfüllt. Die BAG IDA sagt: Es braucht eine neue langfristig angelegte Strategie, um Arbeitsplätze anzubieten und schlägt die Sozialfirma als eine neue Form des Arbeitens auf einem integrativen Arbeitsmarkt vor. Eine interessante Idee. Aber bevor sie Realität wird, braucht es wohl vor allem eins: Den gesellschaftlichen Konsens darüber, dass der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit nicht eine Nebensächlichkeit bleiben darf, sondern eine zentrale wirtschaftspolitische Herausforderung für die Zukunft.

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2 Kommentare zu “Mit der Sozialfirma gegen Langzeitarbeitslosigkeit”

  1. Ich habe Ihr E Mail verlegt
    Meine lautet info@derhauskoch.de
    Danke

  2. Sehr geehrter Herr Kessmann,
    Ihren Artikel fand ich hochintressant, denn auch ich bin davon überzeugt, das es Strategien geben kann die langfristig auch erfolg haben.
    Ich denke an die klassische Vorbereitungsküche aus den 60-70 er Jahren. Damals bin ich in Ausbildung gekommen und habe diese noch im Ansatz erlebt.
    Mit dem Wissen von heute bin ich überzeugt, das diese Art der “Küche” Dauerarbeitslose langfristig,eigenständig beschäftigen könnte. Ein Projekt, was bundesweit 1000 Arbeitsplätze schaffen könnte. Der Zuschußbedarf wäre langfristig bei weitem geringer.
    Wenn Sie Lust haben rufen Sie mich an. 0281/1641777 ist meine Dienstnummer.
    Der Hauskoch Ulli Lütke