22. Juni 2010
Ort: Berlin, Pariser Platz beim Brandenburger Tor
Veranstalter: Eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes und der Nationalen Armutskonferenz im Rahmen des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung.
Armut ist in Deutschland längst kein Randphänomen mehr. Die Aktion der Caritas und der Nationalen Armutskonferenz hat dies anschaulich gemacht. Vor dem Brandenburger Tor errichtete die Caritas die Armutsgrenze und ließ Betroffene zu Wort kommen.
Sie sind überschuldet, haben keine Ausbildung und keine Arbeit oder sie sind alleinerziehend. Nach und nach fallen sie aus dem „normalen Leben“ heraus, werden zu Außenseitern. Die meisten von ihnen wollen das ändern – trotz schlechter Chancen. Dafür brauchen sie Unterstützung von Politik, Gesellschaft und den Menschen um sie herum.
Die Caritas-Aktion zeigte, wie das gelingen kann. Aufeinander zugehen, sich zuhören und versuchen zu verstehen. 200 Menschen, die in Armut leben oder sich gegen deren Ausgrenzung stellen, freuten sich über viele Gespräche mit Passanten.
- Fotos von der Armutsaktion vor dem Brandenburger Tor
- Video von der Armutsaktion
- Auf die Straße gehen und die Menschen wachrütteln
- Statement Caritas-Präsident Neher
- Pressemeldung: Politik muss Armut aktiv bekämpfen
Portraits von Menschen, die in Armut leben oder gelebt haben:
- In Rente und arm: Werner F. muss jeden Cent mehrmals umdrehen
- Überschuldet und arm: Claudia H. hat mit 22 Jahren ihre Privatinsolvenz angemeldet
- Alleinerziehend und arm: Sigrid H. muss mit 70.000 Euro Schulden leben


