Prälat Dr. Peter Neher
Dr. Thomas Becker
Prälat Dr. Peter Neher
Barbara Widmann
Heinz-Josef Kessmann
Dr. Hans-Jürgen Marcus

Mit ‘Kinderarmut’ getaggte Artikel



Die jetzt im Regierungskabinett entschiedene Nullrunde bei der Neuberechnung der ALG-II-Sätze für Kinder macht sprachlos. Nach Berechnung der Caritas müssten Kinder je nach Alter pro Monat sogar zwischen 20 und 40 Euro mehr erhalten. Das Bundesverfassungsgericht erteilte der Regierung im Februar den Auftrag, die Regelsätze für Erwachsene neu und für Kinder eigenständig zu berechnen – und folgte damit einer Kernforderung der Caritas. Doch die Regierung hat nicht alles umgesetzt. (mehr …)

Gerade komme ich aus dem Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, in dem die obersten Bundesrichter ihr Urteil zu den Regelleistungen für Grundsicherungsempfänger gesprochen haben. Sie stellten fest, dass die bisherige Festsetzung der Arbeitslosengeld-II-Sätze für Erwachsene und besonders für Kinder gegen die Verfassung verstößt. Ein menschenwürdiges Existenzminimum sichern sie nicht, so die Richter. In dieser Deutlichkeit hatte ich diese Entscheidung nicht erwartet. Die obersten Richter weisen in ihrem Urteil bis ins Detail nach, was die letzten Regierungen falsch gemacht haben.

(mehr …)

Arme Kinder brauchen kostenlosen MusikunterrichtHartz IV erregt die Gemüter – und das nun schon seit fünf Jahren. Schaut man auf die nackten Zahlen, tritt Ernüchterung ein: Trotz aller Anstrengungen und besserer Vermittlung von Langzeitarbeitslosen beziehen 6,7 Millionen Menschen dieses Arbeitslosengeld II. Drei Millionen davon dauernd und ohne jede Unterbrechung. Ich mache mir Sorgen um diese Menschen, denn sie müssen sich tatsächlich ausgeschlossen fühlen. Ohne Arbeit zu sein, heißt in unserer Gesellschaft eben oft, nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Doch mit der belastenden Situation müssen nicht nur die Erwachsenen fertig werden, betroffen sind auch viele Kinder. (mehr …)

Am Monatsende reicht das Geld bei armen Familien nicht für ein gesundes EssenIm sozialen Brennpunkt von Mannheim erlebe ich ein breites Spektrum von Armut. Vielen Familien fehlt jede Perspektive, da die Eltern überfordert sind. So auch Frau S. Sie ist alleinerziehend und lebt mit zwei von vier Kindern zusammen. Die beiden älteren Kinder wurden im Heim untergebracht aufgrund der Überforderung der Mutter. Sie schafft es nicht, ihre Wäsche regelmäßig zu waschen. Die Wäsche wird in der Badewanne gesammelt und vergessen. Irgendwann wird die stinkende und schimmelnde Wäsche dann entsorgt und in der Kleiderkammer Nachschub geholt – bis die Badewanne wieder voll ist. (mehr …)

Kinder aus armen Familien bekommen 50 Prozent weniger Material für ihre KreativitätEin wirklich herausforderndes Papier, das wir da in den letzten Tagen beraten haben: “Empfehlungen zur Förderung der Bildung von Kindern zwischen null und zehn Jahren in Tageseinrichtungen und Schulen in Nordrhein-Westfalen.” Nicht nur der Titel ist lang. Auf über 80 Seiten finden wir alles. Was jedoch fehlt, sind konkrete Aussagen darüber, was Tageseinrichtungen und Schulen tun sollen (oder wollen), um Kinder aus armen Familien zu fördern. (mehr …)

Die Krippe im Stall von Bethlehem war ein Ort für die Armen. Die bequemeren Plätze waren alle ausgebucht. 2010 Jahre später sind Krippenplätze begehrte Orte einer privilegierten Gruppe. Für viele arme Kinder sind sie heute unerreichbar. Daran wird wohl auch die Schaffung neuer Krippenplätze kaum was ändern. (mehr …)