Bis in die großen Talkshows im Fernsehen hinein gibt es immer wieder Einzelne, die Menschen in Armut als „sozial schwach“ bezeichnen. Wer genauer hinsieht, wird feststellen, dass es wahrscheinlich andere sind, die sich dieses Zertifikat verdient haben. Denken wir beispielsweise an Tausende Steuersünder, die sich, aus Angst, auf einer CD zu stehen, selbst angezeigt haben. Und ich frage mich, ob „sozial schwach“ nicht auch ein Zertifikat für die Politik der Bundesregierung ist. (weiterlesen…)
Mit ‘Sparmaßnahmen’ getaggte Artikel
Sozial schwach und unbarmherzig
Geschrieben von Dr. Hans-Jürgen Marcus am 30. November 2010
Tags: Politik, Sparmaßnahmen | 1 Kommentar
Ich brauche eine Aufgabe im Leben
Geschrieben von Johanna Schilling am 25. Oktober 2010
Tags: Arbeitslosigkeit, Beschäftigung, Hartz IV, Sparmaßnahmen | 3 Kommentare
Auch wenn es viele von uns oft nicht wahrhaben wollen: Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Schicksale auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben. Für sie gibt es seit 2008 die Chance über die Beschäftigung in einem Integrationsunternehmen wieder am „normalen“ Leben teilzuhaben. Das Sparpaket der schwarz-gelben Bundesregierung bedroht diese Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in ihrem Bestand. Das verwundert umso mehr, wenn man an die zurzeit so heftig geführte Integrationsdebatte denkt. In einem Interview mit Frau J. wird deutlich, was diese Kürzungen für die Betroffenen bedeuten. (weiterlesen…)
Sparpaket: Keine Konsolidierung ohne Befähigung
Geschrieben von Prof. Dr. Georg Cremer am 2. Juli 2010
Tags: Arbeitslosigkeit, Bildung, Sparmaßnahmen | Comments off
Das Sparpaket der Bundesregierung ist der jüngste Kraftakt einer Koalition, deren Handlungsfähigkeit aufgrund nicht gelöster Konflikte leidet. Mehr als ein halbes Jahr und eine verlorene Landtagswahl waren nötig, um das völlig unrealistische Wahlversprechen der FDP zu entsorgen, in Zeiten extremer Belastungen Steuern zu senken. Mit diesem Versprechen hatte sich die Regierung den Weg verbaut, eine Konsolidierungspolitik zu entwickeln, die die Bürger als sozial ausgewogen empfinden können. Dabei hätten viele der gut verdienenden und vermögenden Bürger vermutlich sogar akzeptiert einen Beitrag zur Konsolidierung zu leisten. (weiterlesen…)
Arme als Kunden bezeichnen und sie zu Bettlern machen
Geschrieben von Dr. Hans-Jürgen Marcus am 15. Juni 2010
Tags: Alleinerziehende, Sparmaßnahmen | Comments off
Die Caritas kann sich in diesen Tagen über neue Bündnispartner freuen. Das Sparpaket der Bundesregierung wird nicht nur von Wohlfahrtsverbänden, von Kirchen und Oppositionsparteien als sozial unausgeglichen und ungerecht kritisiert. Die Schieflage in unserem Land soll noch größer werden. Die Schere zwischen Arm und Reich wird weiter geöffnet. Es kommt, wie viele es befürchtet haben: Die Armen sollen die Zeche für die Finanzkrise zahlen und sie haben sie wirklich nicht verursacht. (weiterlesen…)
Kürzen am unteren Ende ist nicht gerecht
Geschrieben von Sigrid H. am 10. Juni 2010
Tags: Gerechtigkeit, Politik, Sparmaßnahmen | Comments off
Heute habe ich es vor körperlichen Schmerzen nicht ausgehalten, von einen zum anderen Tag ist der Absturz wieder da. Im Moment möchte ich schreien, doch ich weiß, es hört mich keiner. An solchen Tagen, an denen ich ans Bett gefesselt und hilflos wie ein unmündiges Kind auf Hilfe anderer angewiesen bin, sehe ich mit einer Ohnmacht, was in Berlin passiert. Wie kann die christlich-demokratisch-liberale Koalition frech behaupten, dass bei uns in Deutschland alles gerecht sei? (weiterlesen…)
Auf dem Weg in die Drei-Klassen-Medizin
Geschrieben von Dr. Ulrike Kostka am 8. März 2010
Tags: Gesundheitswesen, Krankheit, Sparmaßnahmen | Comments off
Armut macht krank. Der Druck wieder eine Arbeit finden zu müssen, das Gefühl ausgegrenzt zu sein, die ungesunde Ernährung – daran ändert auch unser gut ausgebautes Gesundheitswesen nichts. Die Lebenserwartung dieser Menschen ist um mehrere Jahre kürzer. Hier helfen keine Pillen, sondern nur bessere Zukunftsaussichten, Bildung und soziale Netzwerke, in denen sich die Menschen getragen fühlen. Wir brauchen eine Gesundheitsvorsorge, die die Menschen wirklich erreicht. Es genügt nicht, wie ein neues EU-Programm vorsieht, einmal pro Woche Äpfel in der Schule zu verteilen. (weiterlesen…)


