Teilhabe ermöglichen

Das Nähwerk in München bringt psychisch kranke Frauen in Arbeit.

Das Nähwerk in München bringt psychisch kranke Frauen in Arbeit.

Auch in Deutschland werden wohnungslose, suchtkranke und straffällige Menschen ausgegrenzt. Ebenfalls betroffen sind Menschen, die Asyl beantragt haben, geduldet werden oder ohne gültigen Aufenthaltsstatus sind. Sie haben häufig nicht denselben Zugang zu Rechten und Leistungen unseres Wohlfahrtsstaats. Sie sind Menschen am Rande und werden oft ausgegrenzt.

Forderungen der Caritas

Die Caritas fordert, dass jeder Mensch respektvoll behandelt und als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft anerkannt wird. Um soziale Ausgrenzung zu vermeiden und selbstbestimmte Teilhabe zu ermöglichen, fordert die Caritas von der Politik:

  • Sozialintegrative Leistungen für Menschen am Rande müssen sichergestellt und im Sozialgesetz II als Pflichtleistung gestaltet werden.
  • Es braucht Verbesserungen für straffällig gewordene Menschen. Maßnahmen der Jugendhilfe für straffällig gewordene Jugendliche müssen ausgebaut, die Bildung im Strafvollzug verbessert sowie die Kommunikation mit der Außenwelt ermöglicht werden.
  • Suchtkranke Menschen müssen unterstützt werden zum Beispiel durch frühe Interventionen im ärztlichen System und die Sicherstellung der psychosozialen Betreuung bei der Substitutionsbehandlung.
  • Asylsuchende und geduldete Menschen dürfen von der Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden. Weitreichende Verbesserungen in den Bereichen des Flüchtlingsschutzes, der Bleiberechtregelungen und der Unterkunftssituation sind gefordert. Das Asylbewerberleistungsgesetz muss abgeschafft werden.
  • Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus dürfen nicht im Stich gelassen werden. Insbesondere gilt das für den Anspruch auf medizinische Betreuung, gerichtlichen Rechtsschutz und das Recht auf Bildung.

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